P o t e n z i a l e und P e r s p e k t i v e n von A L G E N
Abschlusspräsentation des ESF-geförderten Frauen-Kurses “Weiterbildung im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz“
Am 2. Juli präsentierten die Kursteilenehmerinnen Ihre Abschlussarbeit zum Modul Angewandtes Projektmanagement. In diesem Modul wenden die Teilnehmerinnen Ihr gesamtes erlerntes Wissen in einem praktischen Projekt an, welches sie auf der Basis der Instrumente des Projektmanagements erarbeiten.
Diesmal hatte sich die Gruppe das Thema Algen als nachhaltigen Rohstoff ausgewählt. Sie zeigten Potenziale von Algen als Nahrungsmittel, als Ausgangsstoffe für Kunststoffe, als zukünftige Treibstoffe, als Basis für die Luftreinigung.
In einer öffentlichen Veranstaltung kredenzten sie einen fruchtigen Algenshake und „Algenbutter“-Brote, stellten selbst Folien aus Algen her und säuberten die Luft mit einem Algen-Luftfilter. Ausgewählte Forschungsprojekte zu Potenzialen von Algen als Basis für Treibstoffe wurden erläutert und ausgewertet. Einige Kursteilnehmerinnen nahmen Kontakt zu Berliner Unternehmen auf, die sich mit der Anwendung von Algen beschäftigen und dokumentierten diese in einer interaktiven GIS-Karte mit ihren Einsatzfeldern. Es war sehr beeindruckend, was die Gruppe in nur 9 Projekttagen auf die Beine gestellt hat.
Trotz des Online-Unterrichts über den gesamten Zeitraum, wurden im Abschlussprojekt ganz praktische Beispiele geliefert, die in Kleinstgruppen erarbeitet wurden. Endlich ging wenigstens das. Es war wohl auch die Sehnsucht nach etwas Praktischem nach so langer Zeit der Corona-Distanz.
Die Kursteilnehmerinnen können zu Recht stolz auf Ihre Leistung sein, auch auf die in den Einzelmodulen während der Unterrichtszeit. Jetzt wünschen wir allen, dass sie die Energie mitnehmen in das sich anschließende Praktikum.
Danke für dieses Erlebnis seitens der Projektleitung und der Dozenten. Sie haben auch uns bereichert mit Wissen und Begeisterung.



Link zum Präsentationsflyer:
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Das Projekt „Weiterbildung im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz für Frauen“ wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, Abteilung Frauen und Gleichstellung.
Abschlusspräsentation der Weiterbildung im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz für Akademiker, Techniker und Studienabbrecher im Umweltrecht und Umweltprojektmanagement (AZAV 955/391/19)
Der im Oktober 2020 noch hoffnungsvoll als Präsenzunterricht gestartete Kurs konnte im Januar dann doch nur online seine Abschlussarbeit gestalten.
Es ist absolut beeindruckend, wie das diese kleine Gruppe von 9 Teilnehmer*innen (wegen Corona waren in Präsenzunterricht nicht mehr möglich) das gemacht hat!
Begünstigt wurde die Zusammenarbeit dadurch, dass die Teilnehmer*innen sich schon kennenlernen konnten. Ein Teil des Unterrichts war auch schon online und so waren schon einige Tools der Zusammenarbeit erprobt.
Die Gruppe setzte die erlernten Kenntnisse im Projektmanagement perfekt um und teilte sich die Arbeit auf, wobei die Kommunikation der Gruppen untereinander nicht vergessen wurde.
Ziel war die Konzeption und Umsetzung der Thematik der 17 Nachhaltigkeitsziele der UN als Mitmach-Kalender für Kinder ab 8 Jahre – eine große Herausforderung!
Es sollten auch nicht nur 12 Kalenderblätter werden sondern gleich 24 mit vielen Informationen und Aktionen, die jeder im täglichen Leben anwenden kann.
Es ist wirklich im allerbesten Sinne gelungen. Die öffentliche Präsentation war auch online und trotzdem ein „Feuerwerk“.
Dozenten und Projektleitung waren begeistert, was die Gruppe gelernt und umgesetzt hat, wie sie all ihre Fähigkeiten, die sie schon mitbrachten, einsetzten.
Die Präsentation und der entstandene Kalender sind zu finden auf dieser Website.
Abschlusspräsentation im Rahmen der
Praxisnahen Weiterbildung im Umwelt,- Natur- und Klimaschutz beim UBB
Aufgeteilt in vier Gruppen erarbeiteten die Teilnehmer des UBB-Lehrgangs Angewandtes Projektmanagement 2019/2 Ende Januar als Abschlusspräsentation ihre Ergebnisse: “Wissen im Karton”. Als “Gruppe Kommando Kolibri” konzipierten sie vier Spiele, dargeboten jeweils in einem Karton für Kinder/Schüler der Altersgruppe 10-14 Jahre, bestehend aus Grafiken und Antwortkarten. Die Spiele eignen sich zum Ausleihen an Kinder und Schulklassen. Sie sind mobil verwendbar, für 2-4 Kinder spielbar, für drinnen und draußen geeignet, interaktiv spielbar, vorrangig zur Vermittlung von Wissen zum Thema Klima- und Umweltschutz, mit dem Ziel herauszufinden, was gut oder schlecht für die Umwelt ist.
Der pädagogische Hintergrund der Spiele ist es auch, keine Konkurrenzsituation entstehen zu lassen. So spielen die Schüler nicht gegeneinander, sondern miteinder und lösen die Aufgaben gemeinsam. Altersgerecht und spielerisch werden sie jeweils an folgende Themen herangeführt:
Klimawandel
Müll-Trennung
Ökologischer Fußabdruck
Permakultur-Handwerk herangeführt
Bevor jedoch die vier “Spielekartons” der Öffentlichkeit präsentiert wurden, gab es erstmal einen Probedurchlauf: Schüler verschiedener Schulklassen und Altersguppen dienten dabei als “Testpersonen”. Schließlich gab es seitens der “Testpersonen” einige Kritikpunkte, die anschließend analysiert und als Hinweise zur Weiterentwicklung und Verbesserung berücksichtigt wurden.
Die Kursteilnehmer hatten sich für die Vorbereitung der Abschlusspräsentation klare, verbindliche Regeln festgelegt, die die gemeinsame Arbeit erleichtern sollten.
Zu den Teamregeln gehörte unter anderem:
Aussprechen lassen
Jede Idee mit einbeziehen / jeden ernst nehmen
Keine Parallelgespräche
Hilfe anbieten und annehmen
Freie Arbeitseinteilung
Geduld für (Nicht-) Muttersprachler
Redezeit für jeden: 3 Minuten
Täglich wechselnder Moderator
Anschließend verabschiedeten sich die Kursteilnehmer in ihre jeweiligen mehrmonatigen Praktika, um das Erlernte verstärkt in die Praxis umzusetzen.
Abschlusspräsentationen
im Rahmen der Praxisnahen Weiterbildung im Umwelt,- Natur- und Klimaschutz für Frauen
Juli 2019
Anspruchsvolle Themen für die Abschlusspräsentationen im Rahmen der Unterrichtseinheit „Angewandtes Projektmanagement“ hatten sich die Teilnehmerinnen der ESF-geförderten Praxisnahen Weiterbildung im Umwelt,- Natur- und Klimaschutz vom Umweltbüro für Berlin-Brandenburg e.V. (ubb) gewählt:
Eine Gruppe, die sich mit der Charta für das Berliner Stadtgrün beschäftigt hatte, entwickelte eine Radtour zu fünf für die Vielfalt der Berliner Stadtnatur typischen Orten.
Die zweite Gruppe beschäftigte sich mit Umweltpädagogik für Kinder und entwickelte eine Tour durch den Plänterwald. An fünf Stationen gab es Informationen zu Flora und Fauna des Plänterwaldes, Mitmachangebote und kindgerechtes Anschauungsmaterial.
StadtNahTour-Radtour von einem kleinen Brillenkaiman bis (fast) zum Berghain
Die Tour begann an der Gartenarbeitsschule Friedrichshain-Kreuzberg. Dort wohnt nicht nur der Brillenkaiman, sondern es werden auch Kitagruppen und Schulklassen an Gartenarbeit, Tierpflege und Imkerei herangeführt. Neben den Beeten von vier Kitas und und zwei Schulen beeindruckten die wundervollen Blühwiesen.
Entlang der Rummelsburger Bucht ging es weiter durch das Grüne Band Frankfurter Allee Süd. Dieser Grünzug zwischen Wohngebiet und ICE-Bahndamm nahe dem Ostkreuz ist Naherholungsgebiet, Frischluftschneise und eine viel genutzte Verbindung zwischen Friedrichshain und Lichtenberg. Das Grüne Band ist bedroht durch den vom Berliner Senat auf Eis gelegten, jedoch im Bundesverkehrswegeplan verzeichneten (geplanten) Weiterbau der A 100 von Treptow bis zur Storkower Straße (Abschnitt 17). Hierüber informierten Vertreterinnen des Aktionsbündnisses A100stoppen.
Am Traveplatz in Sichtweite des Wohn- und Nachbarschaftsprojektes Systemfehler informierte die Gruppe über die Bedeutung von begrünten Fassaden, Stadtplätzen und sachkundig begrünten Baumscheiben für die Artenvielfalt und die Anpassung der Stadt Berlin an den Klimawandel.
Auf dem Georgen-Parochial-Friedhof IV an der Boxhagener Straße wurden der Artenreichtum und die überragende Bedeutung der Berliner Friedhöfe als ruhige Lebensräume für Rote-Liste-Arten, z.B. bestimmte Fledermäuse, gewürdigt. Friedhöfe in der dichtbebauten Innenstadt haben eine wachsende Bedeutung als ruhige, kühle Orte der Erholung, als CO2-Senken und Sauerstoffquelle.
Die Tour endete im Park auf dem Gelände des ehemaligen Wriezener Bahnhofs zwischen Warschauer Brücke und Ostbahnhof. Vorbei am Permakultur-Gemeinschaftsgarten Gleisbeet führte der Weg ins Nirgendwo, eine um einen alten Lokschuppen und eine riesige Espe gruppierte schattige Oase am Ende des sonnenexponierten Wriezener Parks. Das Nirgendwo ist Biotop, Nachbarschaftstreff und plastikfreier und veganer Veranstaltungsort. Den erwähnten Blick auf das Berghain hat man vom wundervoll begrünten Dach der Funktionscontainer.
Entdeckungstour durch den Plänterwald
Am darauffolgenden Tag führte dann eine Entdeckungstour durch den Plänterwald im Bezirk Treptow. Treffpunkt war die Waldschule am Dammweg. Für diese Entdeckungstour wurde von den Organisatorinnen extra eine Broschüre zur Geschichte, Fauna und Flora des Plänterwalds zusammengestellt und an die Teilnehmer verteilt. Zu dieser Tour kamen sowohl Mitarbeiter des Umweltbüros für Berlin-Brandenburg e.V. als auch Außenstehende, die zu diesem Ereignis eingeladen waren. Die Organisatorinnen haben keine Mühe gescheut, die Tour für alle Beteiligten zu einem lehrreichen Naturerlebnis zu machen.
Als Erstes wurden die wichtigsten Punkte aus der Broschüre in Kurzform vorgetragen und der geplante Ablauf der Veranstaltung skizziert. Nachdem die Teilnehmer auf behelfsmäßig vorbereiteten Sitzgelegenheit mitten im Wald Platz genommen hatten, wurde dem Publikum ein Theaterstück präsentiert. Es war sozusagen die Premiere eines ökologisch ausgerichteten Stücks über das Baum-, Pflanzen und Tierleben und die dem Laien oft unbekannten ökologischen Zusammenhänge des Ökosystems Wald. Es wurde den Zuschauern, indem die Darstellerinnen jeweils die „Rolle“ bestimmter Pflanzen und Bäume „übernahmen“, eine Art „Waldkommunikation“ vorgeführt. Dabei wurde auch nicht mit Kritik, teilweise mit satirischen Mitteln dargestellt, am leider oftmals rücksichtslosen, unökologischen Verhalten einiger Zeitgenossen gespart. So wurde unter anderem aufgezeigt, wie das Zurücklassen von Müll dem Ökosystem Wald schadet.
Anschließend begann der gut vorbereitete Waldspaziergang mit Erläuterungen der ökologischen Zusammenhänge des Waldes, Vorstellung der verschiedenen Baumarten, Pflanzen, der Tierwelt. Zudem wurden dem Publikum von den Organisatorinnen aufgenommene Wald- und Tiergeräusche vorgespielt und erläutert.
Schließlich endete der erlebnisreiche Tag mit einem mit ökologischen Zutaten zusammengestellten Picknick, bei dem weitere Fragen zum Thema Ökosystem Wald an die Organisatorinnen gestellt und besprochen werden konnten. K.H. / V.V.
Das Projekt „Praxisnahe Weiterbildung im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz“ wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen
Abschlusspräsentation des Lehrgangs:
Praxisnahe Weiterbildung – Umwelt,- Natur- und Klimaschutz
Es war für die Teilnehmer der ESF-geförderten Praxisnahen Weiterbildung – im Umwelt,- Natur- und Klimaschutz, organisiert und durchgeführt vom Umweltbüro für Berlin-Brandenburg e.V. (ubb) zum Kursabschluss am 31. Januar 2019 noch mal eine richtige “Kraftanstrengung”. Die Abschlussprüfung / Abschlusspräsentation fand öffentlich im Umweltbüro Pankow statt. Sie war im Monatsprogramm des Umweltbüros Pankow angekündigt worden.
Aus der Ankündigung im Programm des Umweltbüros Pankow:
Landgrabbing ist die Aneignung von Land, gegen den Willen der lokalen Bevölkerung, durch private und statttliche Akteure. Im Zuge des gesteigerten Bedarfs an Ackerflächen für den Anbau von Nahrungsmitteln und Biokraftstoffen, gewinnt die Thematik wieder weltweit an Aktualität. Dabei bedroht Land Grabbing, neben den ländlichen sozialen Strukturen, auch die Artenvielfalt, das Grundwasser und die Qualität der Lebensmittel.
Zunächst wurde von den Teilnehmern eine Ausstellung zum Thema “Landgrabbing” (Landraub / Landnahme), das sie selbst gewählt hatten, eröffnet. Dazu hatte jeder/jede ein Plakat für seinen/ihren Themenbereich entworfen und nach eingehender Recherche einen individuellen Redebeitrag plus Power Point-Präsentation vorbereitet. Die Vorträge waren angereichert mit Hintergrundinformationen, aktuellen Beispielen, lokale örtliche Begebenheiten vor Ort, politische und wirtschaftliche Situation sowie Zahlenmaterial und anschauliches Bildmaterial.
Die Vortragenden hatten sich jeweils einen Kontinent beziehungsweise eine Region ausgewählt. Denn Landgrabbing ist ein Thema, das immer mehr in den Blick der Öffentlichkeit gerät, in den Medien kritisch behandelt wird und schon Thema einer Kleinen Anfrage im Deutschen Bundestag war. Doch so kompakt wie im Rahmen dieser Abschlusspräsentation wurde das Thema selten behandelt. Das Publikum war sehr aufmerksam und konzentriert und am Ende tief beeindruckt und gerührt von der Darstellung. Viele nahmen Anregungen für zukünftiges Konsumverhalten mit.
In folgender Reihenfolge wurden die einzelnen Kontinente abgehandelt: Australien, Asien, Lateinamerika, Afrika und Europa. Europa war in zwei Teile gegliedert, und zwar in West- und Osteuropa, mit besonderem Fokus auf Ost- und Mitteleuropa, wo im Zuge der politischen und wirtschaftlichen Wende seit 1989 Landgrabbing in einem besonders hohem Maße stattfand / stattfindet.
In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die Teilnehmer des Kurses für die Abschlusspräsentation zugleich ihre teilweise neuen Erkenntnisse unter anderem in Excel, Power Point, MS Office, Projektmanagement, Geografische Informationssysteme (GIS), die Teil des viermonatigen Kurses waren, zur Anwendung bringen konnten. Im Anschluss an den theoretischen Teil des Kurses und der Abschlusspräsentation erfolgt ein zwei- beziehungsweise viermonatiges Praktikum bei verschiedenen Unternehmen, Institutionen oder NGOs.
Das ubb führt regelmäßig mehrmonatige praxisnahe Weiterbildungskurse zum Umwelt,- Natur- und Klimaschutz durch, die die Möglichkeit zu einem (Wieder)einstieg in das Berufsleben in diesem Berufszweig bieten. Die einzelnen Unterichtseinheiten werden von erfahrenen Fachdozenten aus der Praxis angeleitet und durchgeführt.
Das Projekt „Praxisnahe Weiterbildung im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz“ wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen




Aktuelle Studie in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Pankow erstellt

Das Umweltbüro für Berlin-Brandenburg e.V. führte im Auftrag der Wirtschaftsförderung des Berliner Bezirks Pankow eine Bestandserfassung der Verkaufsstellen am Mauerpark/Weinbergspark durch, die Coffee-to-go anbieten. Diese dient als Grundlage für die Entscheidung über die Installation eines Mehrweg-Poolsystems im Untersuchungsgebiet und liefert die Daten für die Durchführung des Pilotprojektes und die Entwicklung alternativer Mehrwegsysteme.

Am 13. Oktober haben wir zusammen mit den Bewohnern der Flüchtlingsunterkunft am Lindenberger Weg ein schönes Fest gefeiert!
Es gab Kürbissuppe und ein reichhaltiges Büffet der Bewohner, getanzt wurde bei schönstem Herbstwetter auch.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Heimleitung, dem Ehrenamtskoordinator und den Sozialarbeitern für die tolle Unterstützung und freuen uns auf das nächste Fest!

Wir bauen einen neuen Begegnungsgarten an einer Geflüchteten-Unterkunft in Berlin-Buch als Fortsetzung unseres bisherigen Gartenprojektes im AWO-Refugium Buch, für welches wir bereits im Rahmen der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Sonderwettbewerb „Soziale Natur – Natur für alle“ ausgezeichnet wurden.
Nach der Corona-Epidemie hat sich unsere Gartensaison etwas verzögert, aber wir schaffen es dennoch, die Bienen heranzulocken und Gemüse zum Reifen zu bringen. Erst am 7. Juli konnten wir Erde in die Hochbeete füllen und hatten schon Helfer aus der Unterkunft beim Hochbeetbauen und Erdeschippen gewonnen. Eine schöne Wildblumenwiese existierte schon.
Der Garten wird unter ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaftet. Wir verzichten u.a. auf Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel. Er soll eine grüne Oase für ein besseres Klima für alle Bewohnerinnen und Bewohner werden.
Wir freuen uns über jede Unterstützung. Wir benötigen Sämereien, Pflanzen, Gartengeräte, Erde, Unterstützung für die Öffentlichkeitsarbeit, für die Arbeit mit den Kindern, für die Organisation und das Management. Wir nehmen am PSD-Wettbewerb teil, der am 8. September startet.
Timeline mit Daten, Fotos und Video:

Wir freuen uns sehr über die Wiederauszeichnung 2020. Das Projekt im AWO Refugium Buch existiert bereits seit fünf Jahren. Schon 2018 wurde das Gartenprojekt „Biologische Vielfalt statt diskriminierender Einfalt“ des Umweltbüro für Berlin-Brandenburg (ubb) als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ ausgezeichnet.
Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Ehrenamtlichen, Heimbewohnern, der Heimleitung, Mitarbeitern des ubb und wird unterstützt von der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis sowie der Deutschen Postcode Lotterie. Das ubb unterhält zwei derartige Gartenprojekte in Berlin-Buch.
Das ubb hat mit seinen preisgekrönten Gartenprojekten Begegnungsstätten für Bewohner, Anwohner, Interessierte und Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion geschaffen. Dort können sie frei von Diskriminierung und Vorurteilen miteinander lernen und arbeiten.
Die Gärten werden unter ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten bewirtschaftet. Dies beinhaltet den Verzicht auf Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel sowie die Verwendung samenfester Sorten und torffreier Erde.
Das Gartenprojekt ist entstanden aus einer Praktikums-Initiative der ESF-Weiterbildung im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz des ubb und besteht mittlerweile seit mehreren Jahren. Wir sind sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie, durch die die Fortsetzung dieses erfolgreichen Projektes gewährleistet wird.
Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt erklärt. Hintergrund ist ein kontinuierlicher Rückgang an Biodiversität in fast allen Ländern der Erde. Die Dekade soll die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben bewusst machen und zum Handeln anregen.

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Gartenprojekte des Ubb mit geflüchteten Menschen
Biologische Vielfalt statt diskriminierende Einfalt.
Die Gartenprojekte sind entstanden aus einer Praktikums-Initiative der ESF-Weiterbildung im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz des Ubb. Biologische Vielfalt ist in kleinsten Nischen möglich und bietet immer die Möglichkeit, ein winziges Stück Schöpfung zu bewahren.
Am 28. Juni 2018 wurde das Gartenprojekt „Biologische Vielfalt statt diskriminierender Einfalt“ des Umweltbüro für Berlin-Brandenburg (ubb) als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ ausgezeichnet.
Überreicht wurde die Auszeichnung von Harry Funk, Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. „Es ist ein kleines, aber tolles Projekt, hier vor Ort und dennoch eingebunden in die Weltgemeinschaft unter dem Motto lokal handeln und global denken“, sagte Harry Funk bei der Preisverleihung im AWO-Refugium in Berlin-Buch.
Dabei handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von Ehrenamtlichen, Heimbewohnern, der Heimleitung, Mitarbeitern des ubb und wird unterstützt von der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis sowie der Deutschen Postcode Lotterie. Das ubb unterhält zwei derartige Gartenprojekte: in Berlin-Buch und in Spandau.
Das ubb hat mit seinen preisgekrönten Gartenprojekten Begegnungsstätten für Bewohner, Anwohner, Interessierte und Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion geschaffen. Dort können sie frei von Diskriminierung und Vorurteilen miteinander lernen und arbeiten.
Die Gärten werden unter ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten bewirtschaftet. Dies beinhaltet den Verzicht auf Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel sowie die Verwendung samenfester Sorten und torffreier Erde.
Das Gartenprojekt ist entstanden aus einer Praktikums-Initiative der ESF-Weiterbildung im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz des ubb und besteht mittlerweile seit fast drei Jahren. Wir sind sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie, durch die die Fortsetzung dieses erfolgreichen Projektes gewährleistet wird.
Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt erklärt. Hintergrund ist ein kontinuierlicher Rückgang an Biodiversität in fast allen Ländern der Erde. Die Dekade soll die Bedeutung der Biodiversität für unser Leben bewusst machen und zum Handeln anregen.

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Der „Garten Buch“ befindet sich in Berlin-Buch.
Adresse:
AWO Refugium Buch
Groscurthstraße 33
13125 Berlin
Der Garten Buch ist ein „Kisten-Garten“ und wurde im November 2015 angelegt. Er ist noch im Aufbau und die erste Gartensaison startet dieses Frühjahr. Weitere Infos dann an dieser Stelle!
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Ziel der Gartenprojekte ist es, Orte zu schaffen, an denen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion frei von Diskriminierung und Vorurteilen miteinander lernen und arbeiten können.
Es sollen Begegnungsstätten für Bewohner, Anwohner sowie Interessierte entstehen – Räume, in denen sich verschiedene Menschen kennenlernen und dem jeweils anderen Kulturkreis öffnen können.
Die Gärten werden unter ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten bewirtschaftet. Dies beinhaltet den Verzicht auf Kunstdünger und chemische Pflanzenschutzmittel sowie die Verwendung samenfester Sorten und torffreier Erde.
2015 erhielt der Willkommens-Kultur-Garten in Spandau im Wettbewerb „Urbane Paradiese – unsere grünen Stadträume“ der Grünen Liga Berlin e.V. und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin den 2. Platz.
Bei der Verwirklichung der Projekte haben uns zahlreiche Institutionen, Einrichtungen und engagierte Menschen unterstützt. Dafür bedanken wir uns herzlich.
BMFSFJ
Demokratie leben!
ARCHE NOAH
anstiftung

Umweltbüro für Berlin-Brandenburg e.V.
Claudia Delbrügge, Ilona Winter
Ueckermünder Straße 3
10439 Berlin
Telefon: 030 4213700
Website: www.ubb.de
Insgesamt 207 Spiele erfasst. Sortiert nach Gesamtbewertung.
Baumriesen und Naturdenkmale in Berlin

In ihrem Song „Mein Freund der Baum“ besang die deutsche Schlagersängerin Alexandra das Schicksal eines Baumes ...
Bei einem aufmerksamen Spaziergang durch Berlin lassen sich zahlreiche bemerkenswerte Baumriesen und Naturdenkmale entdecken ...
„Bäume haben eine andere Zeitdimension als Menschen“, sagte Astrid Höfer ...
Insgesamt stehen in Berlin 708 Naturdenkmale unter besonderem Schutz ...
Naturdenkmäler sind rechtsverbindlich festgesetzte Einzelschöpfungen der Natur ...
Wer wissen möchte, wie alt ein Baum ist, kann den Stammumfang messen. Der Umfang in Zentimetern geteilt durch 3 ergibt das Mindestalter, geteilt durch 2 das Höchstalter.
Der Bundesverband Pflanzenzüchter informiert
Pflanzenzüchtung ist in der Öffentlichkeit kaum ein Thema. Auch in den Medien wird es nur selten behandelt. Somit ist der Kenntnisstand dazu in der Bevölkerung auch relativ gering. Die Grüne Woche bot dieses Jahr den Anlass, sich des Themas etwas intensiver anzunehmen. Der Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter e.V. (BDP) wies darauf hin, dass durch Pflanzenzüchtung der Ertrag und die Qualität von Pflanzen, die für die Ernährung des Menschen wichtig sind, deutlich gesteigert werden. "Neben der Qualitätsverbesserung von Kulturpflanzen ist die Steigerung der Widerstandsfähigkeit gegenüber widrigen Umweltbedingungen ein zentraler Bereich der Pflanzenzüchtung und angesichts der sich zurzeit rasch verändernden Wetter- und Klimabedingungen hochaktuell", steht im Geschäftsbericht des BDP. "Wir sind jedoch weit vom Endprodukt entfernt, so dass die Menschen folgerichtig wenig Kenntnis über Pflanzenzüchtung haben. Es ist schwer, den Verbraucher mit diesem Thema zu erreichen", weiß Stephanie Franck, Vorsitzende des BDP und stellvertretende Vorsitzende der Gemeinschaft zur Förderung von Pflanzeninnovation.
Eine Umfrage zum Thema Pflanzenzüchtung im Auftrag des BDP hat ergeben, dass sich über 70 Prozent der Bevölkerung unzureichend über Pflanzenzüchtung informiert fühlt. Zwar ist den meisten Befragten die Anzahl an Pflanzen nicht bekannt, die in Deutschland züchterisch bearbeitet werden. Doch die bekannteste Züchtungsmethode, die die meisten kennen, ist die Gentechnik, die jedoch keinen guten Ruf hat. Über 80 Prozent gaben an, schon einmal über Gentechnik gehört zu haben. Die meisten der Befragten halten die Gentechnik für eine verzichtbare Methode. Die Züchtungsmethode "Kreuzung und Auslese" ist über 70 Prozent der Befragten ein Begriff, die als notwendig für die Entwicklung neuer Pflanzensorten angesehen wird.
Als Hauptakteure in der Pflanzenzüchtung werden von fast 80 Prozent Forschungseinrichtungen genannt. Großkonzerne werden von der Hälfte der Befragten mit der Pflanzenzüchtung in Verbindung gebracht. Ein Drittel sehen den Lebensmitteleinzelhandel als Player auf diesem Gebiet. Und 13 Prozent haben die Pflanzenzüchtung bei der Politik angesiedelt. Fast 60 Prozent halten die Hungerbekämpfung für das größte Potenzial der Pflanzenzüchtung. Grundsätzlich hält die überwiegende Mehrheit die staatliche Prüfung und Zulassung bei einer neuen Pflanzensorte für notwendig. Nur 16 Prozent stehen der Pflanzenzüchtung grundsätzlich kritisch gegenüber.
Mit der ersten Auslese von Urformen des Weizens im fruchtbaren Zweistromland begann vor etwa 12.000 Jahren die Pflanzenzüchtung. Über Jahrtausende wurden die Werkzeuge der Pflanzenzüchtung weiterentwickelt, um bessere Sorten und hochwertiges Saatgut zu erzeugen. Heute bedienen sich die Unternehmen verschiedener Methoden, um die Züchtungsziele zu erreichen. Pflanzenzüchtung hat sich zu einer Spitzentechnologie entwickelt.
Volker Voss
Aus. "Meilensteine der Pflanzenzüchtung" bdp-online.de, Pressekonferenz des BDP auf der Grünen Woche 2020
Fairtradebekleidung oder Billigkram?
Der Reihe nach kommen die Models schnellen Schrittes mit eleganten Bewegungen auf die Bühne und präsentieren modische Kreationen. Es sind wahrlich schicke Kleidungsstücke, die dort auf der Messe während einer Veranstaltungsreihe des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit für Fairtrade-Produkte präsentiert werden.
Sie unterscheiden sich auf den ersten Blick kaum von herkömmlicher Kleidung. Tatsächlich gibt es jedoch erhebliche Unterschiede: Die Materialien werden aus naturbelassenen Stoffen gefertigt, also ohne den Einsatz von Gentechnik, Pestiziden oder Chemie.
Beispielsweise werden die vorgestellten Schuhe aus Rhabarber- und Lachsleder umweltschonend hergestellt. Auch die soziale Komponente spielt eine wichtige Rolle. Bei Fairtrade-Produkten ist sichergestellt, dass in den Herstellerländern Löhne gezahlt werden, die ein menschenwürdiges Leben ermöglichen.
"Faire Kleidung wird eher noch belächelt und es gibt viele Vorurteile", sagte Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller auf der Veranstaltung. Faire Kleidung sei bislang auch kaum ein Thema auf Modeschauen. "Dabei kann faire Kleidung richtig cool und sexy sein und sogar gut aussehen", findet Topmodel Barbara Meier, die eigens zu der Veranstaltung angereist ist. Auch kann man nicht einfach ins Geschäft gehen und faire Kleidung kaufen. Dazu muss man erst im Internet recherchieren, wo derartige Kleidung überhaupt erhältlich ist, erläutert Topmodel Meier die Problematik.
In Bangladesch beispielsweise würden die Kleidungsstücke für fünf Euro von ausländischen Händlern eingekauft und gehen hier nicht selten für 100 Euro das Stück über den Ladentisch, während die Näherinnen vor Ort gerade mal 15 Cent die Stunde verdienen – ein Lohn, von dem eine Näherin wohl kaum leben kann, so der Bundesminister. Das ist durchaus ein Extrembeispiel, es geht auch billiger als für 100 Euro für ein Kleidungsstück. Denn macht Otto-Normalverbraucher eine Shoppingtour durch die Geschäftsstraßen hiesiger Großstädte, finden sich hier und da auch die Läden, wo einem die Klamotten, im wahrsten Sinne des Wortes, für 'nen Appel und 'nen Ei hinterher geschmissen werden – nach dem Motto: "Billig, billig, billig!" Warum das so ist, weiß Minister Müller auch: "Viele Unternehmen arbeiten daran, die Mindeststandards so niedrig wie möglich zu halten. Es steckt ein enormer Druck der Lobbygruppen dahinter." Es werde allerdings mit den Regierungen vor Ort verhandelt, bestimmte Mindeststandards, also menschenwürdige Mindestlöhne, verbindlich festzulegen. "Es existiert bereits ein solches Gesetz in Brüssel, doch die Lobby ist zu stark, um es umzusetzen", so der Minister. Doch seien bereits etwa 50 Prozent der großen Bekleidungsketten bereit, Mindeststandards einzuhalten.
Doch wie sind die hiesigen Kaufgewohnheiten eigentlich? Die Deutschen haben im Durchschnitt 50 Kilo Kleidungsstücke im Schrank und 60 neue Kleidungsstücke kauft sich der Bundesbürger jedes Jahr neu, rechnete Bundesentwicklungsminister Gerd Müller vor. Aber er überraschte noch weiter: 40 Prozent davon würden nie oder nur selten getragen. Bedenkt man dann noch, unter welchen Bedingungen die meisten Kleidungsstücke produziert werden, stellt sich die Frage, wie fair und nachhaltig ist mein Kleiderschrank überhaupt?
Um diese alternative Veranstaltung auch kulinarisch abzurunden, führten Bundesminister Müller und Topmodel Meier vor, was für Millionen Menschen in anderen Ländern Nahrungsgrundlage ist: gegrillte Heuschrecken.
Volker Voss
Immer mehr Deutsche sind mit dem Rad unterwegs
Laut dem Internetportal „Holland Fahrradland“ wird nirgendwo sonst auf der Welt so viel Fahrrad gefahren wie in den Niederlanden. Es soll in dem Nachbarland sogar mehr Fahrräder als Menschen geben. Ob Deutschland mit den Niederlanden in Sachen Radverkehr tatsächlich mithalten kann, ist umstritten. Die aktuellen Zahlen zum Radfahren in Deutschland können sich jedoch durchaus sehen lassen.
„Radfahren in Deutschland wird generell immer beliebter“, sagte Frank Hofmann, Mitglied des Bundesvorstands des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), bei der Vorstellung der aktuellen ADFC-Travelbike-Radreiseanalyse 2019 auf der ITB in Berlin.
Demnach fahren 79 Prozent der Deutschen „gelegentlich“ bis „regelmäßig“ mit dem Fahrrad. Das verbucht der ADFC als neuen Rekord. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von fünf Prozentpunkten. Davon gaben 32 Prozent der Befragten an, regelmäßig mit dem Rad zu fahren, während etwas mehr als 47 Prozent es gelegentlich nutzen.
Rund 5,5 Millionen Deutsche haben im Jahr 2018 mindestens eine Radreise unternommen. Das entspricht etwa acht Prozent der Bevölkerung. Besonders stark stieg die Zahl der Tagesausflügler. Inzwischen unternimmt jeder zweite Deutsche Tagestouren mit dem Fahrrad und verbindet diese häufig mit gastronomischen oder kulturellen Angeboten.
Interessant ist auch die Frage, wofür das Fahrrad genutzt wird. Knapp 75 Prozent der Befragten verwenden es für Alltagswege, mehr als 50 Prozent für Ausflüge und Reisen. Nach Einschätzung Hofmanns sind die Deutschen auch auf zwei Rädern regelrechte „Reiseweltmeister“. Knapp 30 Prozent nutzen das Fahrrad aus sportlichen Gründen. Der boomende Radtourismus sei damit ein „integraler Bestandteil des deutschen Aktivtourismus“.
Deutschland ist zudem ein wichtiges Reiseziel für Radfahrer aus vielen anderen Ländern. Dennoch gibt es weiterhin Verbesserungsbedarf. Als Beispiel nennt Hofmann die Bahn, die zwar das beliebteste Transportmittel für Fahrräder sei, deren „Flickenteppich an Regelungen“ jedoch noch optimiert werden müsse.
Weitere Informationen und die vollständige Radreiseanalyse finden Sie unter: www.adfc.de/radreiseanalyse
Volker Voss
Landwirtschaft für Europa
Der diesjährige Kritische Agrarbericht, vorgestellt zum Auftakt der Grünen Woche Berlin und herausgegeben vom AgrarBündnis e.V., versteht sich als „Buch der Bewegung“ mit fundierter Kritik am derzeitigen Agrarsystem, aber auch mit guten Konzepten und Ideen, wie es anders gehen könnte. Schwerpunkt der diesjährigen Ausgabe ist „Landwirtschaft für Europa“. Im Jahr der Europawahl und der anstehenden EU-Agrarreform werden Vorschläge vorgestellt, wie diese nachhaltig umgesetzt werden kann – mit einer Vision von einer Landwirtschaft für Europa, die den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen entspricht.
Themen sind unter anderem die Macht der Agrarkonzerne, der ökologische Landbau, die Bodenmarktpolitik, die Digitalisierung sowie die neue Düngeverordnung.
Es werden aktuelle Probleme wie die ungerechte Verteilung von Subventionen an Agrarbetriebe behandelt. „So müssen die bisher pauschal je Hektar Fläche gezahlten Gelder überführt werden in eine zielgerichtete Honorierung konkreter Leistungen der Betriebe für Umwelt, Tierschutz und lebendige Dörfer“, regt Bernd Voß von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft bei der Vorstellung des neuen Kritischen Agrarberichts an.
Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), verweist darauf, dass „in den letzten 27 Jahren die Biomasse der Insekten in Deutschland um 76 Prozent abgenommen hat. In landwirtschaftlich genutzten Gebieten könnte es noch drastischer sein, da besonders dort Pestizide eingesetzt werden und Lebensräume fehlen. Von den etwa 560 Wildbienenarten, die in Deutschland heimisch waren, sind 50 Prozent ausgestorben oder bestandsgefährdet.“ Ohne eine Kurswende in der Agrarpolitik seien die Insekten nicht zu schützen.
Außerdem wird darauf verwiesen, dass die Vereinten Nationen bereits 2015 eine nachhaltige Entwicklung weltweit beschlossen haben. Diese gelte es umzusetzen. Die Ressource Boden sei weltweit begrenzt und werde zunehmend von kapitalkräftigen Investoren als Spekulationsobjekt entdeckt, kritisiert Frieder Thomas, Geschäftsführer des Agrarbündnisses.
Themenfelder des Agrarberichts:
Um der Vision einer „Landwirtschaft für Europa“ zum Durchbruch zu verhelfen, seien gute Argumente notwendig. „Die kann man im Kritischen Agrarbericht finden“, empfiehlt Frieder Thomas.
Volker Voss
ISBN: 978-3-930413-66-9
344 Seiten, 24,- €
Hrsg. AgrarBündnis e.V.
www.kritischer-agrarbericht.de