Abschlusspräsentation im Rahmen der

Praxisnahen Weiterbildung im Umwelt,- Natur- und Klimaschutz beim UBB

Aufgeteilt in vier Gruppen erarbeiteten die Teilnehmer des UBB-Lehrgangs Angewandtes Projektmanagement 2019/2 Ende Januar als Abschlusspräsentation ihre Ergebnisse: “Wissen im Karton”. Als “Gruppe Kommando Kolibri” konzipierten sie vier Spiele, dargeboten jeweils in einem Karton für Kinder/Schüler der Altersgruppe 10-14 Jahre, bestehend aus Grafiken und Antwortkarten. Die Spiele eignen sich zum Ausleihen an Kinder und Schulklassen. Sie sind mobil verwendbar, für 2-4 Kinder spielbar, für drinnen und draußen geeignet, interaktiv spielbar, vorrangig zur Vermittlung von Wissen zum Thema Klima- und Umweltschutz, mit dem Ziel herauszufinden, was gut oder schlecht für die Umwelt ist.

Der pädagogische Hintergrund der Spiele ist es auch, keine Konkurrenzsituation entstehen zu lassen. So spielen die Schüler nicht gegeneinander, sondern miteinder und lösen die Aufgaben gemeinsam. Altersgerecht und spielerisch werden sie jeweils an folgende Themen herangeführt:

  1. Klimawandel

  2. Müll-Trennung

  3. Ökologischer Fußabdruck

  4. Permakultur-Handwerk herangeführt

Bevor jedoch die vier “Spielekartons” der Öffentlichkeit präsentiert wurden, gab es erstmal einen Probedurchlauf: Schüler verschiedener Schulklassen und Altersguppen dienten dabei als “Testpersonen”. Schließlich gab es seitens der “Testpersonen” einige Kritikpunkte, die anschließend analysiert und als Hinweise zur Weiterentwicklung und Verbesserung berücksichtigt wurden.

Die Kursteilnehmer hatten sich für die Vorbereitung der Abschlusspräsentation klare, verbindliche Regeln festgelegt, die die gemeinsame Arbeit erleichtern sollten.

Zu den Teamregeln gehörte unter anderem:

  • Aussprechen lassen

  • Jede Idee mit einbeziehen / jeden ernst nehmen

  • Keine Parallelgespräche

  • Hilfe anbieten und annehmen

  • Freie Arbeitseinteilung

  • Geduld für (Nicht-) Muttersprachler

  • Redezeit für jeden: 3 Minuten

  • Täglich wechselnder Moderator

Anschließend verabschiedeten sich die Kursteilnehmer in ihre jeweiligen mehrmonatigen Praktika, um das Erlernte verstärkt in die Praxis umzusetzen.

 

 

Abschlusspräsentationen

im Rahmen der Praxisnahen Weiterbildung im Umwelt,- Natur- und Klimaschutz für Frauen

Juli 2019

Anspruchsvolle Themen für die Abschlusspräsentationen im Rahmen der Unterrichtseinheit „Angewandtes Projektmanagement“ hatten sich die Teilnehmerinnen der ESF-geförderten Praxisnahen Weiterbildung im Umwelt,- Natur- und Klimaschutz vom Umweltbüro für Berlin-Brandenburg e.V. (ubb) gewählt:

Eine Gruppe, die sich mit der Charta für das Berliner Stadtgrün beschäftigt hatte, entwickelte eine Radtour zu fünf für die Vielfalt der Berliner Stadtnatur typischen Orten.

Die zweite Gruppe beschäftigte sich mit Umweltpädagogik für Kinder und entwickelte eine Tour durch den Plänterwald. An fünf Stationen gab es Informationen zu Flora und Fauna des Plänterwaldes, Mitmachangebote und kindgerechtes Anschauungsmaterial.

StadtNahTour-Radtour von einem kleinen Brillenkaiman bis (fast) zum Berghain

Die Tour begann an der Gartenarbeitsschule Friedrichshain-Kreuzberg. Dort wohnt nicht nur der Brillenkaiman, sondern es werden auch Kitagruppen und Schulklassen an Gartenarbeit, Tierpflege und Imkerei herangeführt. Neben den Beeten von vier Kitas und und zwei Schulen beeindruckten die wundervollen Blühwiesen.

Entlang der Rummelsburger Bucht ging es weiter durch das Grüne Band Frankfurter Allee Süd. Dieser Grünzug zwischen Wohngebiet und ICE-Bahndamm nahe dem Ostkreuz ist Naherholungsgebiet, Frischluftschneise und eine viel genutzte Verbindung zwischen Friedrichshain und Lichtenberg. Das Grüne Band ist bedroht durch den vom Berliner Senat auf Eis gelegten, jedoch im Bundesverkehrswegeplan verzeichneten (geplanten) Weiterbau der A 100 von Treptow bis zur Storkower Straße (Abschnitt 17). Hierüber informierten Vertreterinnen des Aktionsbündnisses A100stoppen.

Am Traveplatz in Sichtweite des Wohn- und Nachbarschaftsprojektes Systemfehler informierte die Gruppe über die Bedeutung von begrünten Fassaden, Stadtplätzen und sachkundig begrünten Baumscheiben für die Artenvielfalt und die Anpassung der Stadt Berlin an den Klimawandel.

Auf dem Georgen-Parochial-Friedhof IV an der Boxhagener Straße wurden der Artenreichtum und die überragende Bedeutung der Berliner Friedhöfe als ruhige Lebensräume für Rote-Liste-Arten, z.B. bestimmte Fledermäuse, gewürdigt. Friedhöfe in der dichtbebauten Innenstadt haben eine wachsende Bedeutung als ruhige, kühle Orte der Erholung, als CO2-Senken und Sauerstoffquelle.

Die Tour endete im Park auf dem Gelände des ehemaligen Wriezener Bahnhofs zwischen Warschauer Brücke und Ostbahnhof. Vorbei am Permakultur-Gemeinschaftsgarten Gleisbeet führte der Weg ins Nirgendwo, eine um einen alten Lokschuppen und eine riesige Espe gruppierte schattige Oase am Ende des sonnenexponierten Wriezener Parks. Das Nirgendwo ist Biotop, Nachbarschaftstreff und plastikfreier und veganer Veranstaltungsort. Den erwähnten Blick auf das Berghain hat man vom wundervoll begrünten Dach der Funktionscontainer.

Entdeckungstour durch den Plänterwald

Am darauffolgenden Tag führte dann eine Entdeckungstour durch den Plänterwald im Bezirk Treptow. Treffpunkt war die Waldschule am Dammweg. Für diese Entdeckungstour wurde von den Organisatorinnen extra eine Broschüre zur Geschichte, Fauna und Flora des Plänterwalds zusammengestellt und an die Teilnehmer verteilt. Zu dieser Tour kamen sowohl Mitarbeiter des Umweltbüros für Berlin-Brandenburg e.V. als auch Außenstehende, die zu diesem Ereignis eingeladen waren. Die Organisatorinnen haben keine Mühe gescheut, die Tour für alle Beteiligten zu einem lehrreichen Naturerlebnis zu machen.

Als Erstes wurden die wichtigsten Punkte aus der Broschüre in Kurzform vorgetragen und der geplante Ablauf der Veranstaltung skizziert. Nachdem die Teilnehmer auf behelfsmäßig vorbereiteten Sitzgelegenheit mitten im Wald Platz genommen hatten, wurde dem Publikum ein Theaterstück präsentiert. Es war sozusagen die Premiere eines ökologisch ausgerichteten Stücks über das Baum-, Pflanzen und Tierleben und die dem Laien oft unbekannten ökologischen Zusammenhänge des Ökosystems Wald. Es wurde den Zuschauern, indem die Darstellerinnen jeweils die „Rolle“ bestimmter Pflanzen und Bäume „übernahmen“, eine Art „Waldkommunikation“ vorgeführt. Dabei wurde auch nicht mit Kritik, teilweise mit satirischen Mitteln dargestellt, am leider oftmals rücksichtslosen, unökologischen Verhalten einiger Zeitgenossen gespart. So wurde unter anderem aufgezeigt, wie das Zurücklassen von Müll dem Ökosystem Wald schadet.

Anschließend begann der gut vorbereitete Waldspaziergang mit Erläuterungen der ökologischen Zusammenhänge des Waldes, Vorstellung der verschiedenen Baumarten, Pflanzen, der Tierwelt. Zudem wurden dem Publikum von den Organisatorinnen aufgenommene Wald- und Tiergeräusche vorgespielt und erläutert.

Schließlich endete der erlebnisreiche Tag mit einem mit ökologischen Zutaten zusammengestellten Picknick, bei dem weitere Fragen zum Thema Ökosystem Wald an die Organisatorinnen gestellt und besprochen werden konnten. K.H. / V.V.

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A 100 Logo

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Nirgendwo

 

Das Projekt „Praxisnahe Weiterbildung im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz“ wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen

 

Abschlusspräsentation des Lehrgangs:

 

LandgrabbingPraxisnahe Weiterbildung – Umwelt,- Natur- und Klimaschutz

 

Es war für die Teilnehmer der ESF-geförderten Praxisnahen Weiterbildung – im Umwelt,- Natur- und Klimaschutz, organisiert und durchgeführt vom Umweltbüro für Berlin-Brandenburg e.V. (ubb) zum Kursabschluss am 31. Januar 2019 noch mal eine richtige “Kraftanstrengung”. Die Abschlussprüfung / Abschlusspräsentation fand öffentlich im Umweltbüro Pankow statt. Sie war im Monatsprogramm des Umweltbüros Pankow angekündigt worden.

 

Aus der Ankündigung im Programm des Umweltbüros Pankow:

Landgrabbing ist die Aneignung von Land, gegen den Willen der lokalen Bevölkerung, durch private und statttliche Akteure. Im Zuge des gesteigerten Bedarfs an Ackerflächen für den Anbau von Nahrungsmitteln und Biokraftstoffen, gewinnt die Thematik wieder weltweit an Aktualität. Dabei bedroht Land Grabbing, neben den ländlichen sozialen Strukturen, auch die Artenvielfalt, das Grundwasser und die Qualität der Lebensmittel.

 

Zunächst wurde von den Teilnehmern eine Ausstellung zum Thema “Landgrabbing” (Landraub / Landnahme), das sie selbst gewählt hatten, eröffnet. Dazu hatte jeder/jede ein Plakat für seinen/ihren Themenbereich entworfen und nach eingehender Recherche einen individuellen Redebeitrag plus Power Point-Präsentation vorbereitet. Die Vorträge waren angereichert mit Hintergrundinformationen, aktuellen Beispielen, lokale örtliche Begebenheiten vor Ort, politische und wirtschaftliche Situation sowie Zahlenmaterial und anschauliches Bildmaterial.

Die Vortragenden hatten sich jeweils einen Kontinent beziehungsweise eine Region ausgewählt. Denn Landgrabbing ist ein Thema, das immer mehr in den Blick der Öffentlichkeit gerät, in den Medien kritisch behandelt wird und schon Thema einer Kleinen Anfrage im Deutschen Bundestag war. Doch so kompakt wie im Rahmen dieser Abschlusspräsentation wurde das Thema selten behandelt. Das Publikum war sehr aufmerksam und konzentriert und am Ende tief beeindruckt und gerührt von der Darstellung. Viele nahmen Anregungen für zukünftiges Konsumverhalten mit.

 

In folgender Reihenfolge wurden die einzelnen Kontinente abgehandelt: Australien, Asien, Lateinamerika, Afrika und Europa. Europa war in zwei Teile gegliedert, und zwar in West- und Osteuropa, mit besonderem Fokus auf Ost- und Mitteleuropa, wo im Zuge der politischen und wirtschaftlichen Wende seit 1989 Landgrabbing in einem besonders hohem Maße stattfand / stattfindet.

 

In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass die Teilnehmer des Kurses für die Abschlusspräsentation zugleich ihre teilweise neuen Erkenntnisse unter anderem in Excel, Power Point, MS Office, Projektmanagement, Geografische Informationssysteme (GIS), die Teil des viermonatigen Kurses waren, zur Anwendung bringen konnten. Im Anschluss an den theoretischen Teil des Kurses und der Abschlusspräsentation erfolgt ein zwei- beziehungsweise viermonatiges Praktikum bei verschiedenen Unternehmen, Institutionen oder NGOs.

Das ubb führt regelmäßig mehrmonatige praxisnahe Weiterbildungskurse zum Umwelt,- Natur- und Klimaschutz durch, die die Möglichkeit zu einem (Wieder)einstieg in das Berufsleben in diesem Berufszweig bieten. Die einzelnen Unterichtseinheiten werden von erfahrenen Fachdozenten aus der Praxis angeleitet und durchgeführt.

 

 

Das Projekt „Praxisnahe Weiterbildung im Umwelt-, Natur- und Klimaschutz“ wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen